Challenge 7: “Gridlocked”

Schrott. Einfach Schrott. Hatte wohl keinen guten Tag. Mir fehlt zu der Aufgabe der Zugang, zumal Projektnahme und Logoentwicklung in die kurze Zeit von 60 Minuten mit eingerechnet sind. Ein Name für eine Diabetes-Selbsthilfegruppe? Da war die Veruchung einfach zu groß, die kitschigste und pathetischste Wahl zu treffen und das Logodesign lediglich auf die Auswahl einer Type zu beschränken. Die Spaltenanzahl sollte ausgewürfelt werden, die Anzzahl der Elemente,( Überschrift, Bild, subheader, Paragraphen, etc.) war vorgegeben.

Challenge 6: “Mr. Blue”

Und wieder mal kommt mir meine Neugier in den Weg. Wie leicht lässt man sich doch von den Lösungen aus vorangegangenen Seminaren beeinflussen. In der nächsten Auflage sollte Sherwin Aufgabe und Lösungen trennen. In 60 Minuten gilt es, ein Zeitschriftencover zu entwickeln, dass etwas mit der Farbe blau zu tun hat. Oder mit dem Begriff “blue”, der im Englischen ja auch soviel wie “traurig” bedeuten kann.

Bei sechs möglichen Lösungsvorschlägen sind viele Ideen natürlich schon abgegrast. Ich entschied mich für ein Segelmagazin mit dem Namen “azure”. Der Covershot aus der Bildsuche erwies sich auf den zweiten Blick als Bildkomposition der Marke “Wir lernen Photoshop”, wie man am Übergang Himmel-Wasser und an der Proportion der Wellen erkennt. Trotzdem habe ich auf die Schnelle nichts passenderes gefunden.

Die Helvetica Neue Thin mit großzügiger Laufweite gibt dem Schriftzug die nötige Leichtigkeit und Luftigkeit. Viele Zeitschriftentitel vertrauen auf den Wiedererkennungswert von Teilen ihres Schriftzugs und gehen davon aus, trotzdem von Kunden im Straßenverkauf erkannt zu werden. Deshalb habe ich auf den Kontrast zwischen Schriftzug und Hintergrund nicht so viel Wert gelegt. Kurz war ich versucht, den Titel sogar hinter die Wolken zu legen, was das “a” aber komplett verdeckt hätte. Ob Perpetua allerdings die Richtige Kombination ist, lässt sich bezweifeln. Bestimmt gibt es noch eine andere Serifenschrift, die einen besseren Kontrast bildet und doch harmonisch wirkt.

Challenge 5: “I’m Drawing a Blank”

Szenario: Eine Pressemappe für einen Wandfarbenhersteller soll gestaltet werden. Bedingung: Mindestens 90% der Fläche müssen weiß sein. Zeit: 60 Minuten.

Da bin ich wohl in eine Denkrinne geraten, habe ich die 9/10 doch direkt als zusammenhängenden Whitespace verstanden und natürlich auch so umgesetzt. Es sei angemerkt, dass ich von Pressemappen überhaupt keine Ahnung habe und meine Lösung wohl eher Richtung Printanzeige geht. Nicht dass ich mich da jetzt viel besser auskenne, aber ich kann behaupten, davon schon mehr gesehen zu haben.

Den Hintergrund und die Farbrolle habe ich aus der Google-Bildsuche,  wobei ich Tapete farblich noch etwas hässlicher gemacht habe. So manch einem mag der Bad-Taste-Retro-Stil zusagen, ich würde mich daran in kürzester Zeit satt sehen.

Das Wording unten ist dem Mitmachanspruch von Pressemappen geschuldet und soll der Firma den Ton von frecher Ignoranz geben. Der Name Numacolor ist mir zugeflogen. Klingt ganz gut.

Deckblatt für die Pressemappe

Deckblatt für die Pressemappe

Challenge 4: “One Line Logo”

Es geht darum, ein Logo zu entwerfen, ohne den Stift abzusetzen, eine erwzwungene Reduktion gewissermaßen. Thema: Olympia London 2012. Da werden natürlich Erinnerungen wach an das heiß diskutierte Wollf Olins Logo, das sich das IOC 800 000 Dollar kosten ließ.
Bei der Ideensammlung stieß ich recht schnell auf die Themse als symbolischen Bezug zu London, was der Aufgabenstellung natürlich entgegenkommt. Mit einem Stab am Ende sieht sie aus wie ein Satinband aus der ryhthmischen Sportgymnastik. Glücklicher Zufall?

Challenge 3: “Time Machine”

Alte Werbung macht Spaß. Heutzutage erscheint Printreklame aus vergangenen Jahrzehnten unglaublich platt und wenig subtil. Man kann jetzt darüber streiten, ob wir als Konsumenten nun wirklich aufgeklärter und kritischer geworden sind, oder ob wir platte Werbung heutzutage einfach besser ausfiltern.

Die Aufgabe war, eine Printanzeige aus der Zeit vor 1980 zu finden und das Produkt zeitgemäß zu bewerben. Problematisch fand ich es, bei der Menge alter Anzeigen auf Flickr nicht das zu wählen, zu der mir aus dem Stegreif etwas einfällt, sondern die Anzeige zu nehmen, die am besten gefällt.

Mit der Ausführung bin ich überhaupt nicht zufrieden, die Idee geht aber schon in eine gute Richtung. Vorausgesetzt, das Produkt ist eine Neuheit. Ist es ja nicht, es hat sich bei uns nur nie durchgesetzt.

Challenge 2: “Easy as ABC”

Für Studenten aus gestalterischen Richtungen ist das wohl der Klassiker: Entwickle ein Alphabet aus Haushaltsgegenständen. Als erstes ins Auge gefallen ist mir abei  unser im Wohnzimmer vor sich hintrocknende Weihnachtsbaum. Ein Alphabet aus Tannennadeln?

Ich habe mich dann doch für Zucker entscheiden, den ich mithilfe von Q-Tips und Krankenkassenkarte koksmäßig in Form brachte. Sehr hilfreich war dafür der alte Sperrmüll-Schachtisch Marke Eigenbau, den ich eigentlich schon einer wesentlich endgültigeren Bestimmung zuführen wollte. Gottseidank hab ich mit das verkniffen.

Challenge 1: “Hello, my name is”

Sich selbst als Kunden zu haben zählt zu den schwierigsten Angelegenheiten überhaupt. Das knappe Zeitfenster kommt mir da sehr gelegen, nach einer halben Stunde wird der Stift fallengelassen.
Es geht darum, einige Fragen zur eigenen “Designerpersönlichkeit” zu beantworten und basierend auf den Antworten ein persönliches Logo zu entwickeln. 30 Minuten lassen da nicht mehr als ein Scribble zu, wohl, dem der in der Zeit eine geschliffene Vektorgrafik auf den Tisch haut.
Als Startpunkt für meine Idee habe ich mir die Eigenschaft “Neugier” geschnappt, die ich aus welchem Grund auch immer mit einem schnüffelnden Hund verbinde. Geplant war, den Hund angelehnt an Saul Bass-Illustrationen darzustellen, dafür fehlte mir aber die Sicherheit mit dem Bleistift und die Recherchezeit.

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